Die Staubsauger Roboter ziehen ein

Wie angekündigt, bringt mein Neffe Daniel mir ein paar Tage nach unserem Telefongespräch die Saugroboter seiner Freunde. Mein erster Eindruck: So klein!  "Und die sollen in der Lage sein, meine ganze Wohnung richtig sauber zu kriegen? Das kann ich mir nicht vorstellen!", sage ich und bin sehr skeptisch.

Daniel erwidert, dass die Teppiche und Böden in der Wohnung seiner Freunde einen durchaus sauberen Eindruck auf ihn machten, aber er meint dann: "Ich bin bestimmt nicht derjenige, der das beurteilen kann, Tante Inge. Deshalb möchte ich ja, dass eine Hausfrau wie du den Staubsauger Roboter testet. Außerdem wohnen meine Freunde in 1-Zimmer-Appartements und nicht in einer Wohnung mit drei Zimmern. Ich bin gespannt, wie die Staubsaugerroboter das bei dir hinkriegen!"

Was man vor der ersten "Saug-Runde" beachten muss

Normalerweise soll der Akku der Staubsauger Roboter vor der ersten Inbetriebnahme 16 Stunden aufgeladen werden, aber da "meine" Saugroboter schon bei Daniels Freunden im Einsatz waren, dürfen sie bei mir sofort zeigen, wa sie können. Natürlich nacheinander!

Ich frage Daniel, ob ich nun alle Stühle hochstellen muss und auch meine teure Bodenvase lieber in Sicherheit bringen sollte. Falls meine Vase eine Begegnung mit einem Staubsauger Roboter nicht überleben würde, möchte Daniel dafür nicht verantwortlich sein und sieht deshalb in der Bedienungsanleitung nach. "Du könntest Dir auch online ein paar Tipps holen zum Umgang mit einem Saugroboter", meint Daniel dann. Das werde ich später sicherlich tun. Falls Sie sich aber jetzt schon genauer informieren möchten:

Saugroboter - Infos und Modellübersicht


Daniel blättert in einer der Bedienungsanleitungen. "Hier steht nur, dass du sowas wie Kleidung, Papier und Elektrokabel vom Boden aufheben sollst. Ach so, und auch diese Leinen von Jalousien sollen nicht auf den Boden hängen. Zerbrechliche Dinge sollst du auch lieber wegnehmen." Daniel sieht sich im Wohnzimmer um und stellt meine Vase auf die Kommode. "Ich zieh mal eben den Stecker von der Tischlampe raus und leg das Kabel hoch, ja? Und die ganzen Kabel beim Computertisch müssten wir vielleicht irgendwie hochbinden?"

Ich bin nicht so begeistert davon, dass ich anscheinend erst umräumen soll, bevor staubgesaugt werden kann. Aber gut, darauf kann man sich vielleicht einstellen. Und wenn ein automatischer Staubsauger mir wirklich das Staubsaugen abnimmt, kann ich ihm ja auch helfen, seinen Job gut zu erledigen. Einer Putzfrau hätte ich schließlich auch erstmal einiges erklären müssen.

Der Saugroboter legt los - erstaunlich leise

"Wo ist die Start-Taste? Wo schalte ich den Saugroboter ein?", frage ich Daniel, nachdem ich erfolglos einen Schalter gesucht habe. Daniel erklärt, dass der Staubsauger Roboter eingeschaltet wird, indem man die "Clean-Taste" drückt. "Aber warte, ich muss noch die Tür zumachen, er soll ja erstmal nur hier saugen. Ich erklär dir später, wie das mit den virtuellen Wänden funktioniert." Aha. Auch wenn ich nicht verstehe, wovon Daniel spricht, drücke ich die "Clean-Taste" herunter. Es passiert... nichts.

Daniel sagt, dass ich noch mal drücken muss, damit der Roomba mit dem Staubsaugen beginnt. Also tue ich das und tatsächlich, der Staubsauger Roboter fängt an zu saugen. "Er ist gar nicht so laut", stelle ich verwundert fest. "Ja, das liegt daran, dass er mit ziemlich wenig Watt Saugleistung auskommt - im Vergleich zu normalen Staubsaugern", erzählt Daniel. Ich frage mich zwar, wie meine Teppiche dann sauber werden sollen, aber nun ja, das werde ich ja gleich sehen.

Inzwischen finde ich das Geräusch, das der Saugroboter von sich gibt, doch ein bisschen laut. Aber wenn das mit dem Programmieren wirklich klappt, muss ich ihm ja nicht zuhören. Dann saugt er, während ich nicht zu Hause bin!

Der Saugroboter braucht keine Staubsaugerbeutel?

Der Saugroboter fährt kreuz und quer durch mein Wohnzimmer, was nicht so aussieht, als hätte er einen Plan. "Daniel, wo lässt der eigentlich das, was er da so aufsaugt? Und was macht er - hoppla!" Der Roomba fährt gegen meinen Fuß, stoppt kurz, dreht um und saugt unbeirrt weiter. "Der Roomba hat natürlich keinen Staubsaugerbeutel, dafür wäre ja auch gar kein Platz. Ich halte ihn mal eben an und zeig dir sein Inneres."

Vor lauter Staunen über den Saugroboter habe ich gar nicht bemerkt, dass Daniel eine Fernbedienung in der Hand hält. Er drückt drauf und der Staubsauger Roboter stoppt. "Hier kann man das Staubfach rausziehen und entleeren. Vielleicht benutzt du dafür dann deinen alten Staubsauger, Tante Inge!" "Witzbold", sage ich und sehe, dass im Staubfach schon etwas drin ist nach diesen paar Minuten, die der Saugroboter bei mir unterwegs war. "Das war jetzt ausnahmsweise", sagt Daniel und grinst, "gar nicht witzig gemeint, Tante Inge. Mein Freund Florian hat erzählt, dass er zum Reinigen des Roomba seinen alten Staubsauger benutzt. Das geht schön schnell - naja, und mit irgendwas muss man ja schließlich auch noch ab und zu mal das Sofa absaugen, oder?"

Daniel setzt das Staubfach wieder ein und gibt mir die Fernbedienung. "So, Tante Inge, jetzt lass ich euch mal allein. Setz dich doch aufs Sofa und schau dem Roomba und dann dem Klarstein Saugroboter beim Staubsaugen zu!" "Du willst jetzt schon los?" "Ja, ich hab schon noch ein paar andere Sachen zu tun heute, du schaffst das schon! Tschüß, Tante Inge und viel Spaß mit den beiden!" Dann ist Daniel weg.

Ich setze mich auf mein Sofa und suche in den Anleitungen, um nachzulesen, wie ich einen der Saugroboter wieder einschalten kann.

Erste Probleme mit dem Staubsauger Roboter

Ich kriege es tatsächlich allein hin, dass einer der Saugroboter weitersaugt. In den Bedienungsanleitungen steht, dass sowohl der Roomba als auch der Klarstein Sauger schon wissen, was sie da tun und wirklich überall im Raum saugen, auch wenn ich nicht erkennen kann, nach welchem System das funktioniert. Mein Kater Micky sitzt mitten im Zimmer, beobachtet den arbeitenden Saugroboter genau, scheint aber nicht besonders beunruhigt zu sein über unsere „Gäste“. Hoffentlich lässt Micky jetzt gerade noch ein paar Katzenhaare extra fallen, damit ich sehen kann, ob die Saugroboter Tierhaare auch wirklich gut wegsaugen.

Und dann bin ich diejenige, die sich plötzlich erschrickt. Der Staubsauger Roboter ist stehengeblieben und piepst aufgeregt! Und nun? Ich überlege, ob ich Daniel anrufen soll, sehe mir dann aber den Roomba erstmal selbst genauer an. Er hat sich abgeschaltet. Wie war das noch? Ach ja, die „Clean-Taste“ drücken. Das tue ich – und erschrecke mich gleich noch mal. Der Saugroboter spricht mit mir! „Entfernen und reinigen Sie die Roomba-Vorderrolle.“ Es ist ja schön, dass der Staubsauger automatisch reden kann, aber was meint er damit? Es bleibt mir wohl nichts weiter übrig, als in der Bedienungsanleitung nachzusehen, was ich nun tun soll.

So schnell ist das Staubfach schon voll?

Die Bedienungsanleitung ist zum Glück so geschrieben, dass ich alles gut verstehen kann. Ich hatte Mickys Spielangel übersehen und der Faden wickelte sich im Roomba um die Vorderrolle. Nachdem ich den Faden entfernt habe, saugt der Akkusauger munter weiter. Angeblich soll er ja ganz schön lange durchhalten – je nach Modell drei oder vier Räume nacheinander zu reinigen ist laut Hersteller kein Problem. Mein Saugroboter ist inzwischen in sein kleines Zuhause zurückgekehrt – die sogenannte Homebase. Ich bin neugierig, wie voll der Auffangbehälter jetzt wohl ist – und bin entsetzt, als ich sehe, wie viel Schmutz und Staub sich darin befindet! Das ist ja unglaublich.

Wenn ich nicht zufällig in der Bedienungsanleitung gelesen hätte, dass es normal ist, wenn man am Anfang den Staubsaugeroboter sehr oft reinigen muss, würde ich Ihnen das jetzt nicht erzählen. Womöglich würden Sie denken, dass ich nie ordentlich staubgesaugt habe!

Falls Sie sich für einen Saugroboter entscheiden, erinnern Sie sich hoffentlich an mich, wenn Sie in den ersten Tagen mit Ihrem Roomba oder Ihrem Klarstein Staubsauger den Eindruck haben, dass es bei Ihnen viel schmutziger ist, als Sie jemals dachten. Das liegt einfach bloß daran, dass Saugroboter sehr gründlich saugen und ändert sich bei regelmäßigem Gebrauch nach ein paar Tagen. Dann hält der Staubsauger Roboter sein hohes Sauberkeits-Level. Anders gesagt - er findet einfach nicht mehr so viel, weil er oft genug staubsaugt!

Saugroboter - Infos und Modellübersicht


Mein Fazit: Zu Weihnachten wünsche ich mir einen Saugroboter!

Als Daniel ein paar Tage später vorbeikommt, um die Saugroboter wieder abzuholen, möchte ich sie eigentlich gar nicht mehr hergeben. "Du bist also überzeugt, dass ein Staubsauger Roboter eine sinnvolle Anschaffung ist?", fragt Daniel. Ich nicke und erzähle Daniel kurz, warum ich das denke.

"Natürlich hat jeder Saugroboter auch ein paar Macken - manchmal verfahren sie sich oder bleiben stecken. Auch mit diesen virtuellen Wänden muss man ein bisschen rumprobieren, bis es gut funktioniert. Aber wenn ich das schon allein hinkriege, dürfte das für dich ja gar kein Problem sein! Ja, und natürlich nervt das Reinigen manchmal - aber wenn man bedenkt, wie viel Zeit man spart, weil man nicht mehr selbst staubsaugen muss, ist das nun wirklich egal. Da nehme ich das gern in Kauf! Am tollsten ist, dass die Wohnung wirklich immer sauber ist und ordentlich aussieht - ganz nebenbei werden dich der Roomba und der Klarstein nämlich auch noch zur Ordnung erziehen, denn auf dem Boden darf natürlich nichts mehr rumliegen... ich freue mich schon auf meinen nächsten Überraschungsbesuch bei dir, mein lieber Daniel!"

Mein Neffe ist für einen Moment sprachlos - was bei ihm eigentlich selten vorkommt.

"Willst du dir denn auch einen holen?", fragt Daniel mich dann, um vom Thema abzulenken. Ich antworte: "Naja, zum Glück ist ja bald Weihnachten! Ist es nicht schön, dass du jetzt schon weißt, was ich mir wünsche?" Daniel versucht zwar, nicht allzu erschrocken auszusehen, aber es gelingt ihm nicht besonders gut. Ich lache und sage: "Mensch Daniel, natürlich erwarte ich nicht, dass du mir einen Saugroboter zu Weihnachten schenkst. Aber vielleicht kannst du ja in unserer Familie die eine oder andere Andeutung machen und wenn alle ihrer Tante Inge zusammen etwas schenken wollen..." "Ach, so meinst du das! Na dann - werde ich mal den Familienrat einberufen!"

Daniel nimmt mir die Pakete mit dem Roomba und dem Klarstein Sauger ab und geht zur Tür. Ich muss mich schon fast zurückhalten, mich nicht auch von den Saugrobotern zu verabschieden - so sehr habe ich mich schon an sie gewöhnt. In diesem Jahr kann ich eigentlich kaum abwarten, bis endlich Weihnachten ist und dann - vielleicht - mein eigener Staubsaugerroboter bei mir wohnt...

Staubsaugen Sie noch oder leben Sie schon?

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas behilflich sein bei Ihrer Entscheidungsfindung. Falls Sie zukünftig auch nicht mehr selbst staubsaugen möchten und diese lästige Hausarbeit von einem Staubsauger Roboter erledigen lassen, wünsche ich Ihnen viel Spaß mit Ihrem Roomba!

Wenn Ihnen meine Seite gefallen hat und Sie mir über Ihre Erfahrungen mit Ihrem Staubsauger Roboter berichten möchten, freue ich mich auf Ihre Nachricht! Gute Beiträge zum Thema veröffentliche ich auf dieser Seite: Meinungen und Erfahrungen mit Staubsauger Roboter

"Tante" Inge Stöcker testet den Saugroboter
Unbestechlicher zweiter Saugroboter-Tester: Kater Micky